9 Anzeichen, dass dein Job dir zu wenig Zeit für deine Familie lässt

Job Zeit Familie

Wer ist noch mal die kleine Blonde, die da gerade aus meinem Badezimmer kommt? Müsste meine Tochter sein…

Ganz so extrem läuft es meistens nicht ab, dennoch kann dich dein Job sehr viel Zeit kosten. Zeit, die du dann nicht mehr für deine Familie hast.

Ich zeige dir 9 deutliche Anzeichen, dass dich dein Job zu sehr einspannt und du zu wenig Zeit zu Hause und mit deinen Liebsten verbringst.
Einige davon sind nicht komplett ernst gemeint, andere dafür umso mehr.

 

1. Dein Urlaub wird kurzfristig gestrichen

Die Koffer sind gepackt, die Sonnencreme ist gekauft. Deine ganze Familie freut sich auf den Sommerurlaub. Noch drei Tage im Büro, dann kannst du endlich die Füße am Pool hochlegen und dir die gebratenen Tauben in den Mund fallen lassen.

Wäre da nicht deine berufliche Spezialisierung. Dummerweise bist du scheinbar der Einzige in deiner Firma, der sich mit diesem speziellen Problem auskennt, das der Chef gerade entdeckt hat. Sollte es nicht gelöst werden, wird die Firma in einem Monat pleite sein. Behauptet jedenfalls dein Chef.

Kurzerhand streicht er deinen Urlaub. Deine Familie steht jetzt vor der Entscheidung, ob sie ohne dich fliegt oder ihr den ganzen Urlaub storniert. Was drei Tage vor Beginn natürlich nicht mehr möglich ist.

 

2. Du kennst den Weg zum Kindergarten nicht mehr

Plötzlich ist er da, dieser lang ersehnte Tag.

Du darfst mal später im Büro erscheinen. Das letzte Projekt ist abgeschlossen und deshalb ist für alle heute späterer Arbeitsbeginn. In deiner Freude hast du deiner Frau versprochen, dass du die Kinder in den Kindergarten bringen kannst. Sonst ist das immer ihre Aufgabe, weil du einfach keine Zeit dafür hast.

Also packst du die Kleinen ins Auto und fährst los. Besser gesagt, du willst losfahren. Denn wenn du ehrlich bist, hast du keine Ahnung, wo es hingeht. Das letzte Mal warst du im Kindergarten zur Einführungswoche. Die ist jetzt aber schon zwei Jahre her. Verzweifelt rufst du deine Frau an und bittest um Hilfe. Nach vielen Seufzern und einem mittelschweren Lachkrampf hilft sie dir weiter.

 

3. Du verwechselst die Namen von Kuscheltieren und Freunden

„Greta muss immer früh ins Bett“, grinst dir deine vierjährige Tochter ins Gesicht. Du fragst dich, wer denn verdammt noch mal Greta ist. Ist das der Kuschelhase oder die neue Freundin im Kindergarten?

Als Erwachsener bist du Situationen mit völliger Ahnungslosigkeit schon gewöhnt. Also fragst du deine Tochter ganz lässig, wer das denn bestimmt habe. So kannst du zusätzliche Infos gewinnen, die dir helfen.

Aber Vorsicht: Die Antwort „Gretas Mutter“ ist nicht so eindeutig, wie sie scheint. Damit kann deine Tochter nämlich auch sich selber meinen.

 

4. Du hast alle Schlaflieder verlernt

„Heute bringt dich mal der Papa ins Bett.“

Mit einem strengen Blick verdonnert dich deine Frau zum Bettdienst heute Abend. Gut, sie hat schon Recht. Schließlich bist du das erste Mal nach 4 Monaten wieder vor dem Abendessen zu Hause. Da kannst du auch mal das ins-Bett-bringen übernehmen.

Nachdem dein Sohn sich fertig gemacht hat, setzt du dich zu ihm ans Bett. „Heute mal keine Gute-Nacht-Geschichte“, sagt er und du freust dich schon.

„Lieber noch singen.“

Tada. Jetzt musst du dich ranhalten. Aber auch nach intensivem Nachdenken kommt dir einfach kein Schlaflied in den Sinn. Selbst bei La-Le-Lu setzt deine Textkenntnis schon bei der dritten Zeile aus. Zum Glück liegt in der Nähe das Liederbuch.

 

5. Der letzte Familienausflug liegt ewig zurück

Du sitzt vor dem Computer und siehst dir alte Fotoalben an. Gerade bist du beim Ausflug in den Freizeitpark gelandet. Damals waren beide Kinder noch so klein, dass ihr sie im Buggy geschoben habt.

Du scrollst weiter durch und suchst nach dem nächsten Ausflug. Album um Album siehst du dir an, findest aber keine gemeinsamen Ausflüge mehr. Als du beim aktuellen Datum ankommst, fällt dir auf, dass der erste Ausflug der letzte seiner Art war.

 

6. Deine Kinder reden dich mit Vornamen an

„Der Felix bringt mich heute ins Bett“, sagt dein Sohn ganz stolz zu seiner Mutter.

Du guckst sie entgeistert an. Seit wann gibt es einen neuen Mann in ihrem Leben und warum heißt er so wie du?
Nach der Ewigkeit einer halben Sekunde dämmert dir, dass dein Sohn dich meint. Was ist aus dem schönen „Papa“ geworden, fragst du dich.

Du musst aber auch zugeben, dass die letzten gemeinsamen Stunden mit deinem Sohn mehrere Wochen zurückliegen. Dann kam dieses unglaublich wichtige Projekt im Job dazwischen und du hattest einfach keine Zeit mehr für ihn.

Da wurde aus Papa dann Felix.

 

7. Du hast nicht mitbekommen, dass der Reiterhof deiner Tochter geschlossen wurde

Es ist Freitagnachmittag und du hast es wirklich mal frühzeitig nach Hause geschafft. Dort triffst du auf deine Tochter, was dich verwundert. Eigentlich müsste die doch jetzt auf ihrem Pferd sitzen. So ist zumindest dein letzter Stand.

Bevor du dich ins Fettnäpfchen stürzt, fragst du lieber mal deine Frau. Die teilt dir mit, dass der Reiterhof vor 4 Monaten geschlossen wurde. Deine Tochter war seitdem freitags nicht mehr reiten. Ein Loch zum im Boden versinken wäre an dieser Stelle das Beste für dich.

 

8. Dein Hund knurrt dich an.

Haus, Familie, Hund.

Du hast die Idylle schlechthin für dich und deine Liebsten geschaffen. Von Natur aus bist du eher der vorsichtige Typ, deshalb muss der Hund auch als Wachhund geeignet sein. Bei der Auswahl wurde deshalb alles unter Kniehöhe pauschal ausgeschlossen.

Das wird dir jetzt zum Verhängnis, denn dein ausgewachsener Rottweiler steht in der Tür und lässt dich nicht mehr rein. Auch die Beschwichtigungen deiner Frau lassen seine Wachsamkeit nur leicht zurückgehen.

Dir bleibt nichts anderes übrig. Du musst auf die gute Erziehung vertrauen, die du dem Hund gegeben hast. Damals, als du noch öfter zu Hause warst.

Beherzt öffnest du die Tür und gehst ins Haus.

 

9. Der Paketbote hält dich für deinen Nachbarn

„Ich hab hier noch ein Paket für Hellwig, nehmen Sie das auch an?“

Der Paketbote lächelt dich freundlich an. Du fragst dich derweil, ob er dich komplett verarschen will.

„Ich bin Herr Hellwig.“ „Oh, tut mir leid. Ich hab sie ewig nicht mehr hier gesehen.“

Nachsichtig nimmst du dein eigenes Paket an. Dabei hoffst du, gleich keine Karte im Briefkasten zu haben: Ihr Paket wurde bei Ihrem Nachbarn abgegeben.

 



Bildquelle:
© ThePixelman | Pixabay, CC0

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